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Sport News von den SC Frauen und Herren

die Sport N E W S werden hier bald gefüllt bzw. es entsteht eine extra Seite ... geplant sind Berichte und Fotos von den Mannschaften, die ich auch selber fotografisch begleite ...

 

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Die Fußballerinnen des SC Freiburg haben den direkten Wiederaufstieg in die erste Bundesliga geschafft. Die Spielerinnen des Sportclubs gewannen ihr Heimspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim mit 4:0 (0:0). Zeitgleich unterlag der Tabellenzweite 1. FC Köln mit 1:2 beim FCR 2001 Duisburg II. Damit steht die Mannschaft von Trainer Milorad Pilipovic vor den drei verbleibenden Spieltagen mit 12 Punkten Vorsprung uneinholbar an der Spitze der zweiten Bundesliga Süd und ist in der Saison 2011/12 wieder in der Beletage des deutschen Frauenfußballs beheimatet.

Als sich SC-Betreuerin Melanie Bauer kurz vor dem Abpfiff in die Katakomben des Möslestadions verabschiedete, ahnten die meisten der 420 Zuschauer, was die Stunde geschlagen hatte. Der ärgste Verfolger, der 1. FC Köln, lag 0:2 beim FCR 2001 Duisburg II zurück und der Wiederaufstieg der SC-Frauen war fast sicher. Als Schiedsrichterin Ines Appelmann die Begegnung abpfiff, herrschte für einen kurzen Moment ungläubiges Staunen. Als sich die SC-Mannschaft zur Jubeltraube am Mittelkreis versammelte und der Stadionsprecher das Endergebnis aus Duisburg verkündete, brach sich losgelöster Jubel auf Tribüne und Spielfeld Bahn. SC-Trainer Milorad Pilipovic konnte sich nur kurz mit seinem Trainerstab abklatschen, dann knallten die Korken. Es dauerte nicht lange, dann triefte der feine Spieltags-Zwirn des Fußballlehrers. Wie im Sport fast obligatorisch hatten die Spielerinnen ihrem Trainer einige Sektduschen verpasst, bevor dieser zufrieden konstatieren konnte, dass „wir die nächsten Tage richtig genießen können“. Von 19 Liga-Spielen gewann sein Team 18, lediglich das Heimspiel gegen den 1. FFC Frankfurt II ging mit 0:1 verloren. „Wir sind vollkommen verdient aufgestiegen. Die Mannschaft hat sich diese frühzeitige Belohnung über die gesamte Saison erarbeitet und verdient“, stellte Pilipovic seiner Mannschaft ein hervorragendes Zwischenzeugnis vor den verbleibenden drei Spielen aus.

Dabei hatte zu Beginn des Spiels nicht allzu viel auf Feierlichkeiten nach dem Spiel hingedeutet. In der ersten Halbzeit spielte sich das Geschehen überwiegend zwischen den Strafräumen ab. Die Kraichgauerinnen deuteten zwar an, dass sie sich nicht in der eigenen Hälfte verstecken und verbarrikadieren wollten, kamen aber selten zu zwingenden Torchancen. Die SC-Frauen hatten die erste große Chance des Spiels. Juliane Maier zog einen Freistoß aus 20 Metern gefährlich ins Torwarteck, aber die ehemalige SC-Torhüterin Kristina Kober hatte aufgepasst und faustete den Ball gen Seitenlinie (4. Minute). In der 16. Minute zirkelte Isabelle Meyer einen der zahlreichen Freiburger Eckstöße auf den ersten Pfosten, wo aber Stephanie Breitner vor Kapitänin Kerstin Boschert zur nächsten Ecke klärte. Die brachte Juliane Maier gefährlich auf den zweiten Pfosten, Kober tauchte unter dem Ball hindurch, aber keine SC-Spielerin konnte diesen Fauxpas nutzen und der Ball landete im Toraus (17.). Was folgte, war ein zehnminütiger Leerlauf mit Ballverlusten und Fehlpässen auf beiden Seiten, die immer wieder durch eine engagierte Zweikampf-Führung beider Teams provoziert wurden.
Den nächsten Anflug von Torgefahr brachte Isabella Schmids Schuss aus 25 Metern, den Kober aber ohne große Probleme festhielt (27.). Fünf Minuten später schickte Myriam Krüger Melanie Leupolz mit einem schönen Pass in die Tiefe an die Grundlinie. Aber Meyer kam zentral vor dem Tor nicht richtig an die Flanke von Leupolz (32.). Die Angriffsbemühungen der Gäste versandeten zumeist im Mittelfeld-Gedränge. Ein schwach getretener Freistoß von Sophie Howard (36.) und ein Schrägschuss von Ex-SC-Spielerin Susanne Hartel (37.) stellten keine große Gefahr für das Tor von SC-Torhüterin Marisa Brunner dar. Die beschwor die Schweizerin dann fast selber hinauf, als sie Christine Schneider in der 42. Minute einen verunglückten Abschlag an den Rücken schoss. Doch mit vereinten und aufmerksamen Kräften bereinigte die SC-Defensive die Situation. Mit einem Ausrufezeichen verabschiedete sich das Spiel in die Halbzeit. Schmid zog nach einer abgewehrten Ecke aus zwölf Metern ab, aber Kober kratzte den Ball bravourös aus dem Eck und es blieb beim 0:0-Remis zur Halbzeit. „In der ersten Halbzeit haben wir nicht gut gespielt, da haben wir kaum etwas von unserem spielerischen Potenzial gezeigt“, haderte Pilipovic.
Die erste nennenswerte Aktion in Abschnitt zwei ließ das Pendel fast zu Gunsten der Kraichgauer schwingen. Schneider flankte auf den zweiten Pfosten, Brunner unterschätzte die Flanke und Hartel war plötzlich mutterseelenallein. Doch die Hoffenheimer Toptorschützin setzte den Ball per Kopf an den Pfosten des verwaisten Tores (55.). Das 1:0-Führungstor war der Auftakt zu Kombinationsfußball nach Pilipovics Gusto. Leupolz wurde schön auf der rechten Seite freigespielt, schnellte in den Strafraum und schloss durch die Beine von Kober zum 1:0 ab (60.). Zehn Minuten später folgte das schönste Tor des Tages. Leupolz wurde nach einem schönen Doppelpass von Krüger in die Tiefe geschickt und flankte auf den zweiten Pfosten. Kober bekam nur noch die Fingerspitzen an den Ball, der Anja Maike Hegenauer vor die Füße fiel. Blitzgescheit legte die linke Außenbahn-Spielerin zurück und Maier drosch den Ball zum erlösenden 2:0 in die Maschen (70.).


Nun schien der Widerstand der Gäste gebrochen. Drei Minuten später zielte die eingewechselte Mona Lohmann auf das lange Eck, Kober wehrte ab, aber Hegenauer stand genau richtig und krönte ihre gute Leistung mit dem Treffer zum 3:0 (73.). Den Schlusspunkt setzte Schmid mit einem weit geschlagenen Freistoß, der über Kober an die Unterkante der Latte und von dort hinter die Linie zum 4:0-Endstand klatschte (78.). „Die Mädels haben in der zweiten Halbzeit gezeigt, zu was sie im Stande sind“, freute sich Pilipovic. Der Rest war Jubel, Trubel, Heiterkeit und die Gewissheit, dass „wir die dreiwöchige Spielpause richtig auskosten und unseren Erfolg genießen können“, wie Pilipovic befand.
 Nach der Spielpause gastieren die SC-Frauen am Sonntag, 10. April beim Tabellenzweiten 1. FC Köln (14 Uhr). 

Aufstellungen:
SC Freiburg:
Brunner – Boschert, Zirnstein, Wendlinger, Maier (79. Nowak) – Krüger, Schmid – Leupolz (79. Eberhardt), Meyer (60. Lohmann), Hegenauer – Sainio
TSG 1899 Hoffenheim: Kober – Breitner, Howard, Pankratz, Hafke (66. Hünerfauth) – Betz, Gramlich (74. Appel) – Schneider – Fuchs, Hartel, Savin (80. Scheel)
Tore: 1:0 Melanie Leupolz (60. Minute), 2:0 Juliane Maier (70.), 3:0 Anja Maike Hegenauer (75.), 4:0 Isabella Schmid (79.)
Schiedsrichterin:  Ines Appelmann (Alzey)                  
Zuschauer: 420         Gelbe Karten: - / -

4:0 gegen 1899 Hoffenheim: Fußballerinnen des SC Freiburg sind wieder erstklassig